Terenty Lawrik
10. März 1893 – 12. September 1944
und Sergi Schibaew (25.09.1913-12.09.1944), Paul Nikitin (12.07.1921-12.09.1944)
- Terenty Lawrik stammt aus Tszernigovsky oder Tschernigowsky, so die Schreibweise in den deutschen Quellen. Gemeint sein könnte Tschernihiwka (Ukrainisch) bzw. Tschernigowka (Russisch) im Bezirk Saporischschja in der heutigen Ukraine, damals UdSSR.
- Er wurde nach Stuttgart zur Zwangsarbeit deportiert und dort im Lager "Landhaus" in der Ostheimer Schule in der Landhausstraße 115 in Stuttgart untergebracht. Das Lager wurde vom Stuttgarter Tiefbauamt betrieben und dort waren vor allem ca. 600 russische und polnische Zwangsarbeiter untergebracht.
- Terenty Lawrik wurde am 12. September 1944 wegen des Vorwurfs, er habe Lebensmittel gestohlen, an der Jahneiche in der Marconistraße in Zuffenhausen von der Gestapo gehenkt vor dem Eingang des Lagers „Schlotwiese“ zusammen mit
- Sergi Schibaew. Er stammte aus Smolensk in der UdSSR, nahe der Grenze zu Belarus, und war als Zwangsarbeiter ebenfalls im Lager "Landhaus" in der Ostheimer Schule untergebracht.
- Auch ihm wurde der Diebstahl von Lebensmitteln vorgeworfen.
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Die öffentliche Hinrichtung dieser beiden russischen Zwangsarbeiter zusammen mit Paul Nikitin, der wahrscheinlich ein polnischer Kriegsgefangener war (als ‚Wohnadresse‘ wurde das Kriegsgefangenenlager V-A in Ludwigsburg angegeben), diente der Abschreckung und ist ein Beispiel für das ab 1944 immer restriktivere Überwachungs- und Bestrafungssystem der Gestapo mit ihrer Zentrale im Hotel Silber in Stuttgart. Die verschärfte Überwachung der Gestapo richtete sich vor allem gegen polnische und russische Zwangsarbeiter:innen.
(Quelle: „Liste der Verstorbenen“ und Lagerliste)