Aachener Str. 23
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Abelsbergstraße 74
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Aldinger Wald
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Alte Krone
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Alte Stuttgarter Straße 45-47
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Arbeitgeberstandort
Am Mühlkanal 22
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Asperger Straße 3
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Auer
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Augsburger Straße
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Augustenstr. 70
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Ausländerlager Siemensstrasse 42
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Bäckerei Eugen Braun
Arbeitgeberstandort
Wohnung/Zimmer für zivile Zwangsarbeiter/innen
Baracke Eisbahn
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Batterie Birkenkopf
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Burgholzhof
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Degerloch
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Heumaden I
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Heumaden II
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Killesberg - Mühlbachhof
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Luginsland - Blick-Batterie
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie (RAD) Heumaden
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie (RAD) Weilimdorf
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Vaihingen I
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Vaihingen II
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Wangener Höhe
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Weilimdorf Gerlinger Straße
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Batterie Weilimdorf Hardt - "Solitude"
Sonstige
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Bellevue
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Bergheimer Hof
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Bethesda Krankenhaus Stuttgart
Arbeitgeberstandort
Wohnung/Zimmer für zivile Zwangsarbeiter/innen
Birkenwaldstr. 213
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Bordellbaracke
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Boschwerk
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Brähle-Haus
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen
Kriegsgefangenenlager (Arbeitskommando)
Bruckwiesenweg/Am Nordkai
Lager für zivile Zwangsarbeiter/innen

Aachener Str. 23

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Mahle u.a.

Abelsbergstraße 74

Nationalität/ Herkunft: Polen (unbekannt), unbekannt

Barackenlager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für mehrere hundert Personen aus 9 Nationen. Ab Anfang 1944 belegt.

Aldinger Wald

Baracke, sehr wahrscheinlich für Zwangsarbeiter, die bei Bosch in der Aldinger Straße eingesetzt waren.

Alte Stuttgarter Straße 45-47

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen)

Staubsaugapparatebau Mauz u. Pfeiffer. Hier waren mindestens ab 1944 Frauen aus der Sowjetunion im Einsatz.

Quellen/ Literatur

Statdarchiv Stuttgart, Sterbeurkunden. Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben", 2024.

Am Mühlkanal 22

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Gaststätte, Lager der Karosseriefabrik Baur für "Westarbeiter", die als Schlosser, Hilfsarbeiter, Lackierer und Wagner eingesetzt waren.

Asperger Straße 3

Nationalität/ Herkunft: Jugoslawien (Männer), Belgien (Männer)

Lager der Firma Bosch (23.6.1942-18.01.1945), belegt mit Männer aus Jugoslawien. Die Belegungszahl ist bisher nicht bekannt. Aber es starben neun hier gemeldete Zwangsarbeiter, u.a. bei Luftangriffen.

Auer

Baracke am Bahndamm beim Reichsbahnbunker für Zwangsarbeiter der Firmen AEG und Auer.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Augustenstr. 70

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Ausländerlager Siemensstrasse 42

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Lager der Firma Bosch.

Bäckerei Eugen Braun

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Die Bäckerei Eugen Braun in der Gymnasiumstraße 41 beschäftigte mindestens einen französischen Zwangsarbeiter als Bäckereigehilfen.

Quellen/ Literatur

StAS 1128-5 Bäckerei Eugen Braun

Baracke Eisbahn

Ehem. Kassen- und Umkleidegebäude der Eisbahn an der Schlotwiese (heutiges Jugendfarmgelände). 1943 belegt. Die Baracke wurde als eigenes Lager für Kreidler geführt, aber vom Lager Schlotwiese mitveraltet

Verknüpfte Orte

Schlotwiese

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Batterie Birkenkopf

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Birkenkopf. Zuletzt mit 6 Kanonen 10,5 cm ausgestattet. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Burgholzhof

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Burgholzhof. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".
Das Batteriegelände ist fast völlig vom Robert-Bosch-Krankenhaus überbaut. Die Geschützbettungen lagen im Bereich des Gebäudetrakts Auerbachstr. 118.

Batterie Degerloch

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Degerloch. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm ausgestattet. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis". Die Batterie-Stellung wurde beim Luftangriff am 29. Juli 1944 völlig zerstört, die Batterie danach nach Heumaden verlegt. Das Batteriegelände ist heute komplett überbaut.

Batterie Heumaden I

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Heumaden I. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".
Das Batteriegelände lag südlich der Straße nach Ruit (heute Kirchheimer Straße) im Bereich Auchtbach und wurde von Straße nach Kemnat (Kemnater Straße) aus erschlossen.

Batterie Heumaden II

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Heumaden II. 6 Kanonen 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Killesberg - Mühlbachhof

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Mühlbachhof am Killesberg, teilweise auch Batterie Kochenhof genannt. Das Batteriegelände ist heute weitgehend von den Tennisplätzen überbaut, ein kleinerer Teil von den Parkplätzen und der benachbarten Begrünung. Die Batterie hatte 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Luginsland - Blick-Batterie

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Luginsland ("Blick-Batterie"). 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie (RAD) Heumaden

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere RAD-Flak-Batterie Heumaden mit 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis". Der RAD (Reichsarbeitsdienst) hatte ab 1943 eigene Flakverbände aufgestellt. In großen Städten wie Stuttgart wurden die Batterien oft zur Verstärkung der bereits vorhandenen Fliegerabwehr der Luftwaffe eingesetzt. Durch die 1944 hier stationierte RAD-Batterie standen in Heumaden nun 18 schwere Flugabwehr-Kanonen in drei Batterien, wovon zwei der Luftwaffe angehörten und eine dem RAD.

Batterie (RAD) Weilimdorf

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere RAD-Flak-Batterie Weilimdorf mit 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis". Der RAD (Reichsarbeitsdienst) hatte ab 1943 eigene Flakverbände aufgestellt. In großen Städten wie Stuttgart wurden die Batterien oft zur Verstärkung der bereits vorhandenen Fliegerabwehr der Luftwaffe eingesetzt. Durch die 1944 hier stationierte RAD-Batterie standen in Weilimdorf nun 18 schwere Flugabwehr-Kanonen in drei Batterien, wovon zwei der Luftwaffe angehörten und eine dem RAD.

Batterie Vaihingen I

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Vaihingen I. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Vaihingen II

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Vaihingen II. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis". Das Batteriegelände ist heute komplett überhaut, u.a. durch die Straße Im Birkhof.

Batterie Wangener Höhe

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Wangener Höhe. 6 Kanonen Kaliber 8,8 cm. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Weilimdorf Gerlinger Straße

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Gerlingerv Straße. Mit 6 Kanonen 8,8 cm ausgestattet. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Batterie Weilimdorf Hardt - "Solitude"

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schwere Flak-Batterie Weilimdorf "Im Hardt" bzw. "Solitude" (wegen der Nähe zur Solitudestraße). Mit 6 Kanonen 8,8 cm ausgestattet. In der Batterie waren 30 "russische HiWis" (sogenannte "Hilfswillige") eingesetzt, die von der Luftwaffe aus der Masse der sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutiert worden waren. Sie verrichteten Schanzarbeiten, sammelten und schleppten Feuerholz und Wasser und waren während der Kampfeinsätze der Batterie für das Heranschleppen der Munition zuständig. Die Flakbatterien hatte eigene Baracken für ihre "HiWis".

Bellevue

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Gaststätte "Bellevue", Schurwaldstr. 45. Hier waren 30-40 Männer aus Frankreich untergebracht, die u.a. bei den Firmen Grupp und Magirus und in städtischen Schlachthof eingesetzt waren.

Verknüpfte Orte

Brückenstr. 45

Quellen/ Literatur

Blessing: "Der Stuttgarter Osten im 2. Weltkrieg"

Bergheimer Hof

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Gebäude Bergheimer Hof 4, beim britischen Doppelangriff in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar 1945 zerstört. Dabei kamen 14 Menschen aus der Sowjetunion um, die im Bergheimer Hof im landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzt waren. Sie starben im sog. "Schlössle" in der Solitudestraße 30 (gegenüber ihrer Wohnadresse). Dort steht heute das Wohnheim der Diakonie Steffen e.V.

Quellen/ Literatur

Sterbeeinträge im Sterberegister Weilimdorf 1945, Stadtarchiv Stuttgart, online.

Bethesda Krankenhaus Stuttgart

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Polen (Frauen)

Hohenheimer Str. 21. Drei Zwangsarbeiterinnen aus Polen und der Sowjetunion sind für das Bethesda Krankenhaus belegt.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Birkenwaldstr. 213

Unterkunft für Zwangsarbeiter/innen des Gartenamts der Stadt Stuttgart.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Bordellbaracke

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen)

Ulmer Straße 155, Bordellbaracke der "Deutschen Arbeitsfront" (DAF). Existierte vom Mai 1942 - März 1944 als Bordell für "verdiente" Zwangsarbeiter aus Stuttgarter Lagern.

Verknüpfte Orte

SA Sportplatz

Quellen/ Literatur

Blessing: "Der Stuttgarter Osten im 2. Weltkrieg"

Boschwerk

Baracke neben dem Boschwerk, gegenüber Bertastraße 27-31. Das Lager bestand aus 21 Gebäuden und wurde auf Luftbildern der Alliierten identifiziert (NARA Luftbild und C.I.U. Plan No. D.155 sowie Interpretation Report No. D.195 vom 15.12.1942).

Quellen/ Literatur

NARA Luftbild und C.I.U. Plan No. D.155 sowie Interpretation Report No. D.195 vom 15.12.1942

Brähle-Haus

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Fleischwaren Paul Brähle, Ulmer Str. 67. Neben den bei Brähle eingesetzten Zwangsarbeitern hatten die TWS hier 43 niederländische Kriegsgefangene einquartiert.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Blessing: "Die Kriegsgefangenen in Stuttgart"

Brückenstr. 45

Lager für Zwangsarbeiter des städtischen Vieh- und Schlachthofs, des städtischen Fuhramts und des Bauunternehmens Baresel.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Brückenstraße 46

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), Italien (Männer), Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, Männer), Jugoslawien (Kroatien, Männer), Frankreich (Männer), Sowjetunion (Ukraine, Männer)

Lager des Bauunternehmens Baresel.

Verknüpfte Orte

Brückenstr. 45

Quellen/ Literatur

HStAS Q3-58

Brunnenstraße 49

Lager der Fa. Mahle.

Burgstr. 48

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer)

Die Gärtnerei Klein in Kaltental beschäftigte einen polnischen Zwangsarbeiter.

Quellen/ Literatur

Arbeitskreis Zwangsarbeit in Stuttgart

Charlottenheim der Ev. Gesellschaft Stuttgart

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen)

Büchsenstr. 36. Belegt ist eine Frau aus Polen.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Christkönigsheim

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Frauen)

Im Christkönigsheim in der Paracelsus-Straße 89 beschäftigte die Katholische Kirche zwei Frauen aus Belgien, die dort auch untergebracht waren.

Quellen/ Literatur

Hohenheimer Protokolle Band 58

Deckerstr. 5

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Lager der AEG am Bahnhof Cannstatt. Belegt sind Zwangsarbeiter aus Belgien.

Degerloch / Wiesentalstraße 1

Lager des Bauunternehmens Gustav Epple. 1942 wurde in der Wiesentalstraße 1 eine Baracke mit 46 Plätzen für „russische Zivilarbeiter“ errichtet, die dem Unternehmen "zugewiesen" (Bauantrag) worden waren. Der Bauantrag stammt vom 14.09.1942. Zum Zweck der Baracken heißt es dort: „zur Ausführung des Rahmenkriegsauftrags des OKHYzl (00286)“.
Nach dem Krieg wurde für „ausgebombte Bauarbeiter der Firma“ ohne Baugenehmigung eine weitere Baracke errichtet. Die beiden Baracken wurden später von „Facharbeitern mit Familienangehörigen“ genutzt.

Quellen/ Literatur

Bauakte im Stadtarchiv: 116/ 3 D 8397

Ditzenbacherstr. 6

Nationalität/ Herkunft: Polen (unbekannt), Ungarn (Männer), Ungarn (Frauen)

Lager für die Karosseriefabrik Baur und den Evangelischen Verein für innere Mission Bad Cannstatt im "Soldatenheim", ehemals Ev. Verein Bad Cannstatt, Reformgasthaus und Jungmännerheim. Das Gebäude befand sich auf dem Grundstück der heutigen Turnhalle der Gottlieb-Daimler-Schule am Mühlsteg.

Dürrbach

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Schulhaus Hedelfingen (heute Bürgerhaus), Hedelfingerstr. 163. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 314 Personen aus der Sowjetunion, die beim Trümmerräumen, Bomben entschärfen, und bei Stollenprojekten eingesetzt wurden.

Elsenhansstr. 9

Nationalität/ Herkunft: unbekannt, Frankreich (Männer)

Lager der Süddeutschen Kühlerfabriken (SKF) Behr.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Englischer Garten

Nationalität/ Herkunft: Polen (unbekannt), Sowjetunion (unbekannt), Jugoslawien (Slowenien, Frauen), Jugoslawien (Slowenien, Männer), Jugoslawien (unbekannt), Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, unbekannt), Frankreich (unbekannt), Sowjetunion (Ukraine, Männer), Sowjetunion (Ukraine, Frauen), Sowjetunion (Armenien, Männer), Sowjetunion (Armenien, Frauen)

Lager der Universität Hohenheim im "Römischen Wirtshaus" für 106 Slowenen, die in der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt eingesetzt waren. Die Universität hatte weitere ca. 140 aus unterschiedlichen Ländern in Scheunen und Baracken untergebracht.
Die insgesamt 242 Zwangsarbeiter:innen wurden hauptsächlich in der Landwirtschaft der Hochschule eingesetzt. Sie waren aus zwölf verschiedenen Herkunftsländern verschleppt worden, die meisten aus Russland, aus Polen und aus der Ukraine. Es gab an der Hochschule aber auch Zwangsarbeiter:innen aus der Tschechoslowakei, aus Jugoslawien, aus Frankreich und aus Armenien. 60% waren Frauen. Ca. 30 waren Kinder und Jugendliche. Darunter waren fünf Kleinkinder, die mit ihren Müttern nach Hohenheim deportiert worden waren oder hier geboren wurden.

Quellen/ Literatur

Universität Hohenheim, Waller Anja: "Eryschreckend einwandrei: Die NS-Zeit und ihre Folgen an der Universität Hohenheim", 2018

Ev. Verein für innere Mission Bad Cannstatt, Jugendheim

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Frauen), Sowjetunion (Ukraine, Frauen)

Einsatz- und Unterbringungsort des Evangelischen Vereins für innere Mission Bad Cannstatt in der Wilhelmstraße 10 für 6 Frauen aus Belgien und der Ukraine.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Ev. Verein für innere Mission Bad Cannstatt

Nationalität/ Herkunft: Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, Frauen), Slowakei (Frauen), Frankreich (Frauen)

Lager und Einsatzort der Evangelischen Kirche in der Brunnenstraße 57 für 9 Frauen aus Frankreich und der Tschechoslowakei.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Fa. Bieger

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Baracke der Fa. Bieger, Württ. Holzwaren-Industrie auf dem Firmengelände, Weimarstr. 38, heute Weimarstr. 36, Feuerwache.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Fritz Heller

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Fritz Heller in der Brückenstraße 15.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Göbel

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Göbel in der Bregenzer Str. 15.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Greiner, eigenes Lager

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Erich Greiner, Bauunternehmen auf dem Betriebsgelände Reinsburgstr. 53B.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Karl Hepting

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Lederwarenfabrik Carl Hepting & Co.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Kautt & Bux

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Kautt & Bux in der Industriestraße 25.

Verknüpfte Orte

Wallgraben

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Kübler

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen)

Lager der Strickwarenfabrik Paul Kübler in der Fuchseckstr. 21a.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Blessing: "Der Stuttgarter Osten im zweiten Weltkrieg)

Fa. Längerer & Reich

Lager der Kühlerfabrik Längerer&Reich in der Hackstr. 25-29. Das Unternehmen hatte 1933 ca. 1.000 Arbeitende und wurde 1944 komplett bei einem Bombenangriff zerstört. Nachkriegsproduktion bis 1962 in den Räumen einer ehemaligen Gardinenfabrik in der Haußmannstr. 103.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Robert Schenk

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Robert Schenk, Autoanhänger und Aufbauten für LKW, Siemensstraße 140.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa. Roser

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager der Lederfabrik Roser, 1944 auf dem Werksgelände errichtet, heute OBI-Areal (Warenanlieferung und Lager) für 70 Personen aus der Sowjetunion.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, IG Metall

Fa. Stumpp und Kurtz

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Firma Stumpp und Kurtz, Teckstraße 35.

Verknüpfte Orte

Wallgraben

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Fa.Mahle

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Barackenlager der Fa. Mahle an der heutigen Mahlestraße/Erwin-Hageloh-Straße. Das Lager wurde 1942 auf dem Sportplatz errichtet. Es war vermutlich das erste "Russenlager" auf Stuttgarter Gemarkung. 1944 waren hier 651 Menschen aus der Sowjetunion untergebracht, 308 Männer, 214 Frauen und 129 Kinder.

Quellen/ Literatur

IGM, Luftbild NARA 25.02.1944, Daimler-Benz

Fangelsbachschule

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Heusteigstr. 97. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 172 Franzosen.

"Feuersee 14, Silberburgstr. 17"

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Lager für "Westarbeiter" aus Belgien. Eine Silberburgstraße 17 gab es auch damals nicht. Sie begann mit Hausnummer 23. Als Lokalisierung wurde der Feuerseeplatz 14 genommen.

Quellen/ Literatur

Archiv Arolsen

Fichtestr. 11/1

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Bei Dr. Med. Siegfried Weigelin, Direktor der Charlottenanstalt für Augenkranke in der Fichtestr. 11/1 wohnte ein niederländischer Zwangsarbeiter zur Untermiete.

Quellen/ Literatur

Zuschrift aus dem Kreis der Familie des Zwangsarbeiters

Flaschenhals

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Armenien, Männer), Sowjetunion (Armenien, Frauen)

Lager der Fa. Daimler-Benz am Langwiesenweg, heutiges Großmarktgelände für den Stollenbau, errichtet 1943. Der Bauantrag war für 4 Baracken für 414 Personen gestellt worden. Nachweislich 140 Personen stammten aus Armenien.

Freiberg

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager der Knecht-Filterwerke für ca. 150 ZwangsarbeiterInnen aus der Sowjetunion. Teile der Produktion wurden 1943 mit 62 Zwangsarbeiterinnen nach Backnang verlagert, sowie Ende 1944 mit ca. 40 ZwangsarbeiterInnen nach Obersontheim.

Quellen/ Literatur

Bernhard Trefz: "Zwangsarbeit und Kriegsgefangene in Backnang während des Zweiten Weltkriegs" in: Fritz, Gerhard und Trefz, Bernhard: "Backnanger Jahrbuch 2025, Band 33" F. Stroh Verlag Backnang, 2025. Stadtarchiv Schwäbisch Hall GAO OA 581. Luftbild vom 10.09.1944 (NARA).

Friesenstr. 2

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Dinkelacker Brauereigaststätte, heute Hotel "Linde". U.a. Lager der Süddeutschen Kühlerfabriken (SKF) Behr.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Gablenberger Weg/Stälinstr.

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Baracke am Gablenberger Weg 51. Ende 1943 sehr wahrscheinlich vom Tiefbauamt der Stadt Stuttgart aufgestellt. Die hier untergebrachten Zwangsarbeiter wurden beim Bau des Stollens Gabelnberger Weg / Stählinstraße eingesetzt.

Quellen/ Literatur

Zeitzeugenbericht

Gänsheidestr. 26

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Die Villa von Dr. Edgar Oppenheimer war nach dessen Emigration vom SS-Oberabschnitt Südwest bezogen worden. Ab 1944 wurden hier KZ-Häftlinge zum Bau eines unterirdischen Luftschutzstollens eingesetzt. Die Häftlinge wurden auf dem Gelände der Villa untergebracht, teils in den unterirdischen Räumen.

Quellen/ Literatur

Blessing: "Der Stuttgarter Osten im 2. Weltkrieg", Jörg Kiurz: „Die Gänsheide – Geschichte und Kultur“

Gaisburger Schule

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer), Frankreich (unbekannt)

Früher Landhausstr. 237, heute hat die Schule die Hausnummer 255. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 170 Männer aus Frankreich.

Gartenstr. 2, (Fritz-Elsass-Straße)

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Frauen)

Die Gartenstraße heisst heute Fritz-Elsass-Straße. Hausnummer 2 war das Eckhaus Garten-/Calwer Straße. Hier befand sich die Konditorei Krull & Koch.

Quellen/ Literatur

Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben", 2024

Gasthaus "Hasen" ("Hasenbar")

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen), unbekannt

Gasthaus "Hasen", "Hasenbar", Echazstr. 1.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben" , 2024

Gasthaus Markgröninger Straße / Wirtschaft Kirchtal

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen), Niederlande (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Gasthaus "Kirchtal", Ecke Markgröniger-/Kirchtalstraße, Markgröninger Straße 46. Lager der Fa.Daimler-Benz für 106 Männer aus Westeuropa.

Gastwirtschaft und Restaurateurbetrieb Eugen Wurster

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

"Doggenburg-Lager" der Fa. Daimler-Benz in der Gaststätte Wilhelmsbau, laut Adressbuch von 1940 im Herdweg 117, Archiv Arolsen nennt Herdweg Nr.170. Hier waren 83 Personen untergebracht.

Gehrenäcker

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Städtisches Lager auf dem Areal der ehemaligen Knechtschen Ziegelei für 400 Personen ab 1943. U.a. vom Tiefbauamt für Trümmerräumen und Stollenbau eingesetzt, Kinder mussten bei Salamander in Kornwestheim arbeiten, Auch gelegentlich als Lager "Espach" oder "Sauhalde" (dortige Flurname) genannt.

Gemeinschaftslager Heusteigstr. 45

Nationalität/ Herkunft: Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Heute: Eduard-Pfeiffer-Haus. Belegt ist die Unterbringung von Zwangsarbeitern durch die Karosseriefabrik Baur. Da die Gaststätte aber als "Gemeinschaftslager" geführt wurde, hatten hier auch weitere, bisher nicht ermittelte Arbeitgeber Zwangsarbeiter untergebracht.

Gerberstr. 2a

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Quellen/ Literatur

Archiv der Stadt Stuttgart, Sterbeurkunden 1944, 1-2700 und 6001-6200

Glemsgaustraße 86

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Bauernhof Gommel, ehemalige Korntaler Straße. Die verwitwete Bäuerin Gommel beschäftigte mindestens zwei französischen Zwangsarbeiter, die ganz bzw. teilweise im Hof lebten: Louis Moise Bouleau war als ziviler Zwangsarbeiter bei Roser in Feuerbach im Einsatz gewesen, bis er krank wurde, und dort nicht mehr arbeiten konnte. Augustin Leclercq war als Kriegsgefangener nach Weilimdorf gebracht worden.

Quellen/ Literatur

Weilimdorfer Heimatkreis, Weilimdorfer Heimatblatt Nr. 50, 2025

Haldenstr. 60

Nationalität/ Herkunft: Jugoslawien (Kroatien, Frauen)

Quellen/ Literatur

Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben" , 2024

Haldenwies

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Barackenlager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart in der Balinger Str. 111, Möhringen/Kaltental. Heute Jugendfarm Möhringen. Das Lager war mit mindestens 379 Personen aus der Sowjetunion belegt, die u.a. im Stollenbau z.B. in Kaltental eingesetzt worden sein sollen.

Hallschlag

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Belgien (Männer)

Barackenlager der Firmen Mahle und Fortuna auf dem Gelände des Sportplatzes am Emil-Kiemlen-Weg/Mahlestraße. Damalige Adresse Auf der Steig 5.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv StAS 140/1-1, Archiv Arolsen

Hansa-Lager

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager der Hansa Metallwerke auf dem Firmenareal Sigmaringer Str. 107 - früher Stuttgarter Straße 107 für 379 Personen aus der Sowjetunion. Heute steht dort die Feuerwache.

Quellen/ Literatur

IG Metall, Kopfsteine, sowie Akt Stadtarchiv / Tiefbauamt STAS 183/1, Tiefbauamt 867, Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

Hauptstätterstraße 27

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Hauptstätterstraße 27, Gastwirtschaft Baumann. Das Gebäude stand auf dem Areal, auf dem sich heute die Parkplätze zwischen Gustav-Siegle-Haus und Hauptstätter Straße befinden.

Quellen/ Literatur

Archiv der Stadt Stuttgart, Sterbeurkunden 1944, 1-2700 und 6001-6200. 

Heidenklinge

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Barackenlager der Fa. Bosch in der Heidenklinge, heute Vogelrainstraße (Gartenkolonie).

Hördtstraße 101

Nationalität/ Herkunft: Italien (Frauen)

Lackierei Ernst Winkler. Wie viele Zwangsarbeiter/innen der Betrieb beschäftigte ist unbekannt. Beim Luftangriff am 20.10.1944 starb hier eine Frau aus Italien.

Quellen/ Literatur

Sterbeurkunden Zuffenhausen

Horst-Wessel-Oberschule - Hohensteinschule

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Die Hohensteinschule wurde von den Nationalsozialisten in "Horst-Wessel-Oberschule" umbenannt. Sie erhielt ihren ursprünglichen Namen nach dem Krieg zurück. Der Schulkomplex wurde während des Krieges für unterschiedliche Zwecke genutzt, auch als Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart. Anfang 1944 mit 280 Personen aus der Sowjetunion belegt.

Kaltentaler Str.

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Barackenlager der Stadt Stuttgart für 400 niederländische Kriegsgefangene beim Filderbahnhof, heute Balinger Straße.

Karl-Olga-Krankenhaus

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen)

Das Karl-Olga-Krankenhaus in der Hackstraße 61 beschäftigte 3 Zwangsarbeiterinnen aus Polen.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Kelterplatz

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart. Baracke auf dem Kelterplatz in Zuffenhausen zur Unterbringung der Zwangsarbeiter aus der 1944 durch Bomben zerstörten Silcherschule.

Kies

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt), unbekannt

Lager der Fa. Daimler-Benz und anderer Firmen "Im Kies" / "Im Kiesle", heute Hedelfinger Brücken / Am Mittelkai. Zweitgrößtes Zwangsarbeiterlager auf Stuttgarter Gemarkung, belegt mit 3.295 Personen, darunter 1.060 aus der Sowjetunion, sowie 1128 Männer, 811 Frauen und 296 Kinder aus anderen Ländern. Die Zwangsarbeiter/innen wurden u.a. auch beim Stollenbau in Mettingen eingesetzt.

Kirchstraße 3 (Stammheim)

Nationalität/ Herkunft: Italien (Frauen), Belgien (Männer)

Heute Wigandstraße 3

Kodakwerke

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Kodak auf dem Werksgelände Hedelfinger Str. 56-62.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

König-Karl-Str. 79

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), Bulgarien (Männer), Frankreich (Männer)

Lager der Fa. Mahle, hauptsächlich mit frz. Kriegsgefangenen belegt.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Mahle 

Königsträßle 15

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Vereinsheim.

Quellen/ Literatur

Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

Kolbstraße 14

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), unbekannt

Gaststätte Kolbstraße 14.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv Stuttgart, Sterbeurkunden

Konservenfabrik Schweikart

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen)

Konservenfabrik Paul Schweikart, Rotenbergstr. 111. Die Polinnen waren in der Fabrik untergebracht "hinter vergitterten Fenstern". Die Fabrik wurde im Krieg teilweise zerstört, vor Kriegsende aber wieder aufgebaut. 1953 wurde das Werk an den Buchgroßhändler Koch, Neff, Oettinger verkauft, die Firma 1959 aufgelöst. Heute nutzt das Landesmedienzentrum das Gebäude.

Quellen/ Literatur

Blessing: "Der Stuttgarter Osten im 2. Weltkrieg",  Uli Gohl: "Made in Stuttgart-Ost"

Kornwestheimer Str. 2

Kornwestheimer Str. 23

Nebengebäude von Schloss Stammheim, heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus.

Kornwestheimer Straße 88

Nationalität/ Herkunft: Italien (Männer)

Kremserlager

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Gebr. Schoch Hartchrom GmbH in der Dornbirner Str. 4.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Krone

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Gasthaus "Krone" Ludwigsburger Straße 159.

Quellen/ Literatur

Hiller: "Stuttgart im Zweiten Weltkrieg"

Lager des Reichsarbeitsdienstes

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager auf dem Gelände des heutigen ATU / Netto-Marktes. Ursprünglich vom Reichsarbeitsdienst errichtet. 1938 war hier die RAD-Abteilung 2/261 "Ernst Weinstein" untergebracht, die den Ausbau des Feuerbachs ausführte. Das Lager wurde anschließend während des Krieges zur Unterbringung von Zwangsarbeiter/innen genutzt, die in den Betrieben in Mühlhausen und zum Stollenbau eingesetzt waren.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Adressbuch der Stadt Stuttgart 1940

Lager Fa. Behr

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Süddeutschen Kühlerfabriken (SKF) Behr, Mauserstr. 5 auf dem Betriebsgelände.

Quellen/ Literatur

Anfrage eines ehem. Häftlings.

Lager "Gittersteg"

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Lager der Eisengießerei und Dampfkesselfabrik M. Streicher, Krefelder Str. 10/14. Das Lager befand sich ab 1943 am Mühlsteg ("Gittersteg"), vermutlich direkt an der Neckarstraße.

Quellen/ Literatur

Furtwangen, Foto- Ausstellung über Zwangsarbeiter, April 2024

Lager Höfer

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Barackenlager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart auf dem Gelände der Ziegelei Höfer, Mühlhäuser Str. 23-35, heute Burgholzstr. 15/1 für Niederländische Kriegsgefangene zur Beseitigung von Bombenschäden, ab Okt. 1943.

Lager Killesberg, Sudetenstraße 39

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Die 1938 erbaute Hauptgaststätte der Reichsgartenschau Stuttgart 1939 wurde in den ersten Kriegsjahren noch als Tanzlokal geführt, im weiteren Verlauf des Krieges aber als "Gemeinschaftslager" mehrerer Firmen genutzt, darunter auch der Maschinenfabrik Hesser aus der Nauheimer Str. 99.
Nach dem Krieg wurde das "Parkrestaurant" schnell wieder Tanz- und Vergnügungsstätte. Das Lokal schloss Ende der 1970er Jahre. 1980 eröffnete in diesen Räumen die Discothek "Perkins Park", die dort bis heute existiert.

Verknüpfte Orte

Obere Ziegelei

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv Stuttgart Sterbeurkunden, Arolsen Archiv

Lager Landhaus / Ostheimer Schule

Nationalität/ Herkunft: Polen (unbekannt), Sowjetunion (unbekannt), Niederlande (Männer)

Landhausstr. 115. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart, ab 1943 für 600 - 900 Personen aus der Sowjetunion, Polen und den Niederlanden in der Ostheimer und Schwarenbergschule, Ostheimer Mittelschule.
In der Ostheimer Schule war ab 1943 im Hauptgebäude ein Lager für russische Zwangsarbeiter und im Gebäude im Ostflügel das „Lager Landhaus“ für niederländische Zwangsarbeiter untergebracht.
Durch die räumliche Trennung und die unterschiedliche Benennung der beiden Lager in dem Schulkomplex in den Quellen werden die Lager in der Überlieferung teilweise separat genannt.

Lager Zollgebäude

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Reichsbahn, Warengutbahnhof 30 (Güterbahnhof, heute Europaviertel).

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden

Lederfabrik Sihler & Cie. AG

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Barackenlager der Lederfabrik C.F. Roser aus Feuerbach auf dem Gelände der Lederfabrik Sihler & Cie. AG, Schwieberdinger Straße 51 für 500 Personen aus der Sowjetunion, 1943 eingerichtet.

Verknüpfte Orte

Fa. Roser

Quellen/ Literatur

Gühring: "Zuffenhausen - Dorf, Stadt, Stadtbezirk"

Lehen, Schule Zellerstraße 37

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart in der ehem. Königin-Charlotte-Oberschule für Mädchen, heute kfm. Schule Stgt. Süd, Zellerstr. 37, ab Anfang 1944 mit 847 Personen aus der Sowjetunion belegt.

Lerchenrainschule

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Kelterstr. 52.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Ludwigstr. 14

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Siemens.

Verknüpfte Orte

Pension Kyffhäuser

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Mähdach

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager der Fa. Bosch mit 19 Baracken. Baugesuch 04. November 1942, Baugenehmigung 31. März 1943. Bauwert 570.000 RM. Ab April 1943 wurde das Lager errichtet, bei Luftangriffen am 19./20. Oktober 1944 und am 28./29. Januar 1945 wurde es fast völlig zerstört. Bosch brachte hier 1.240 Personen aus der Sowjetunion unter.

Quellen/ Literatur

IG Metall, Jochen Streb: "TRUMPF - Geschichte eines Familienunternehmens", Stadtarchiv, Sterbeurkunden 1944

Mahle Werk 2

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Baracke auf dem Werksgelände Haldenstraße 94-114.

Maierhof

Nationalität/ Herkunft: Italien (Männer), Sowjetunion (Frauen), Frankreich (Männer)

Der Maierhof (Maierhof 2, heutige Adresse Glemsgaustraße 33), beschäftigte sowohl männliche französische als auch weibliche sowjetische Zwangsarbeiter/innen. Nach der weitgehenden Zerstörung des Hofs am 28./29. Januar 1945 sollen im Frühjahr rund 10 Zwangsarbeiter/innen u.a. damit beschäftigt gewesen sein, die Bombenkrater in den Feldern einzuebnen und die Saat auszubringen. Ob alle im Maierhof untergebracht haben, oder sie von mehreren Höfen zusammengezogen wurden, ist unklar.

Quellen/ Literatur

Weilimdorfer Heimatkreis, Weilimdorfer Heimatblatt Nr. 50, 2025, Zeitzeugenbericht
Sterbeeinträge im Sterberegister Weilimdorf 1945, Stadtarchiv Stuttgart, online

Marienanstalt

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Ukraine, Frauen)

Im Wohnheim der Marienanstalt Katharinenstr. 2-6 waren 6 ukrainische Zwangsarbeiterinnen eingesetzt.

Quellen/ Literatur

"Bericht über die Tätigkeit der Komission zur Klärung der Fragen nach der Beschäftigung von Fremd- und Zwangsarbeitern in kirchlichen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart", 05. Juni 2002

Marienhospital

Nationalität/ Herkunft: Italien (Frauen), Sowjetunion (unbekannt), Niederlande (Frauen), Slowakei (Frauen), Belgien (Frauen), Frankreich (unbekannt), Sowjetunion (Litauen, Frauen), Rumänien (Frauen), Griechenland (Frauen)

Böheimstr. 37. Das Marienhospital wurde zum 1. September 1939 Wehrmachtslazarett. Es beschäftigte 19 Zwangsarbeiter/innen aus 10 Ländern.

Quellen/ Literatur

"Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939-1945", "Bericht über die Tätigkeit der Komission zur Klärung der Fragen nach der Beschäftigung von Fremd- und Zwangsarbeitern in kirchlichen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart", 05. Juni 2002.

Meißner und Wurst

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Die Maschinenfabrik Meißner und Wurst hatte Zwangsarbeiter aus Frankreich beschäftigt. Von einem ist ein Briefumschlag erhalten, der als Absenderadresse die Firmenanschrift Korntaler Straße 55 nennt.

Quellen/ Literatur

Briefumschlag von M. Bauf vom 07.08.1943

Metzstr. 2b (26)

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer)

Unterkunft der Karosseriefabrik Baur. Das Dokument WABW B172-44 bis 47 nennt als Adresse die Metzstr. 2b ("Bosch"). Diese Adresse gab es aber bereits damals nicht. Es ist daher von einem Übertragungsfehler auszugehen und die wahrscheinliche Adresse war Metzstraße 26.

Moselstr. 25

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Sowjetunion (Ukraine, Männer)

Lager der Manometerfabrik J.C. Eckardt in der Turn- und Festhalle Münster.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden

Ulmer Straße 129, Mühlgraben

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Barackenlager der Stadt Stuttgart und der TWS für Kriegsgefangene bei der Gasfabrik Gaisburg. Adresse des Lagers: Ulmer Str. 129. Errichtet im Sommer 1940, ab August in Betrieb. Hier ereignete sich "Katastrophe von Gaisburg". Am frühen Morgen des 15. April 1943 wurde das Lager bei einem britischen Luftangriff direkt getroffen. In einem Luftschutz-Deckungsgraben kamen 257 Zwangsarbeiter aus Frankreich und 143 aus der Sowjetunion ums Leben.

Verknüpfte Orte

Seilerwasen
Brähle-Haus

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Blessing, Elmar: "Die Kriegsgefangenen in Stuttgart", 2001

Mühlwasen

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Gemeinschaftslager Ulmer Str. 8-40. Barackenlager.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Münchinger Str. 26

Nationalität/ Herkunft: Spanien (Männer)

Neckarstr. 142

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Neckarstr. 143

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden 1944

Nordbahnhof

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Eckartstr. 43 od. 49. Lager der Reichsbahn und der Stadt Stuttgart.

Nordbahnhof

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fassfabrik Diener & Roth, Störzbachstr. 12 a-f, Lageradresse Störzbachstraße 9.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden 1944

Norma

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Belgien (Männer)

Barackenlager der Firmen Norma (Vereinigte Kugellagerwerke SKF) und Fortuna im Rosensteinpark, belegt mit 151 Personen aus der Sowjetunion und weiteren aus Belgien.

Quellen/ Literatur

Liste Stadtarchiv und IG Metall, Sterbeurkunden 1944, durch Luftbilder der USAAF (NARA) identifiziert.

NS-Freizeitheim, Ecke Am Sportpark / Triebweg

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Das Vereinsheim wurde als Lager der Fa. Bosch für französische Zwangsarbeiter herangezogen.

Obere Ziegelei

Obere Ziegelei 01

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Gemeinschaftslager der Firmen Lechler, Hesser, Wagner, Misol, Teufel, AEG und anderen aus Cannstatt. Das Lager befand sich an der Schmidener Straße, der Zugang lag in der Steinhaldenstraße, (Zufahrt zu den Süddt. Ziegelwerken). Heute ist dort die Grünanlage östlich neben der Stadtbahnhaltestelle "Hauptfriedhof".

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Ochsen

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Gasthaus "Ochsen" Markgräflerstraße 6 in Uhlbach. Hier waren 50 "Westarbeiter" untergebracht.

Quellen/ Literatur

IG Metall, Archiv Arolsen

Olga

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Gemeinschaftslager in der Esslinger Straße in Hedelfingen für Zwangsarbeiter der Firmen Schmidt & Schaudt, Robert Widmann Schnittwerkzeuge u.a.
Schmidt & Schaudt war 1906 als "Carl Unger Werkzeugmaschinenfabrik, Stuttgart" gegründet worden und firmierte 1943 in "Schaudt Maschinenbau GmbH, Stuttgart-Hedelfingen" um. Der Sitz war in der Hedelfinger Straße. Die Fa. R. Wiedmann hatte die Adresse Claudiusstr. 15/16.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden 1944, Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

Olgaheim Stuttgart, Stiftung Frauenheim

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen), unbekannt, Belgien (Frauen)

Historische Adresse noch nicht eindeutig verifiziert. Heutige Adresse heutige Adresse Johannesstr. 4. Hier waren 4 Zwangsarbeiterinnen aus mehreren Ländern untergebracht und eingesetzt.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Parkhotel Silber

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Villastr. 21. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart, belegt ab 25.10.1944 mit 317 Menschen aus der Sowjetunion.

Paulinenhilfe

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Die Paulinenhilfe beherbergte und beschäftige eine Zwangsarbeiterin in der Rosenbergstraße 38

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Paulusstift

Nationalität/ Herkunft: Polen (Frauen), Slowakei (Frauen)

Kath. Kirche, Rettungsverein zum Guten Hirten, Werastraße 118. Für die Einrichtung sind 2 Zwangsarbeiterinnen aus der Slowakei und Polen belegt.

Quellen/ Literatur

Bericht über die Tätigkeit an die Komission zur Klärung der Fragen nach Beschäftigung von Fremd- und Zwangsarbeitern in kirchlichen Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Pension Kyffhäuser

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Alleenstr. 4. Die Alleenstraße begann an Hindenburgplatz und mündete in die Seestraße, die Adresse ist heute ein Teil des Hotel Graf Zeppelin. In der Pension hatte Siemens ein Lager für Zwangsarbeiter/innen eingerichtet. Zahl und Nationalität sind bisher nicht ermittelt.

Verknüpfte Orte

Ludwigstr. 14

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Pfostenwäldle

Nationalität/ Herkunft: Italien (Männer), Frankreich (Männer), Sowjetunion (Ukraine, Männer)

Barackenlager der Fa. Bosch, ab Ende 1943 belegt mit 375 Personen aus Italien, höchstwahrscheinlich "Italienischen Militärinternierten (IMI)". Außerdem waren dort Personen aus der Ukraine und aus Frankreich untergebracht.

Porsche

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Barackenlager der Fa. Porsche für ca. 200 Personen, 1942 eingerichtet. Es bestand aus 2 Massivbaracken, 1 kleineren Holzbaracke und 1 RAD-Baracke.

Verknüpfte Orte

Reutter

Quellen/ Literatur

kontext Wochenzeitung "Gefangen in Porsches Normbaracke", 18.04.2018

Pragschule

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Schule, Friedhofstr. 74. Sehr wahrscheinlich ein Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Pragstrasse

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer), Belgien (Frauen)

Lager der Fa. Fortuna im Rosensteinpark.

Verknüpfte Orte

Zeppelinstr. 10

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Luftbilder NARA

Pragtunnel

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Unterstellort für den Bauzug der 7. SS-Eisenbahnbaubrigade. Diese war Mitte September 1944 in Auschwitz als 2. SS-Eisenbahnbaubrigade aufgestellt und am 13. Oktober dem KZ Buchenwald unterstellt worden. Bereits am 26. September traf sie in Karlsruhe ein. Am 25. Oktober 1944 wurde die nun als 7. SS-Eisenbahnbaubrigade geführte Einheit nach Stuttgart verlegt. Die 504 KZ-Häftlinge lebten in den Waggons des Bauzugs. Sie waren für Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten von Bahnanlagen eingesetzt, die durch Luftangriffe beschädigt oder zerstört worden waren. Die 7. SS-Eisenbahnbaubrigade blieb bis kurz vor Kriegsende in Stuttgart.

Quellen/ Literatur

Hiller: "Stuttgart im Zweiten Weltkrieg", Boll. Bernd: "Konzentrationslager auf Schienen" in "Die Ortenau - Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Mittelbaden, 73. Jahresband, 1993. Fings, Karola: "Krieg, Gesellschaft und KZ: Himmlers SS-Brigaden", 2005 

Puppenspiele, Krankenlager

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Gorch-Fock-Straße 30. Puppen-Theater, heute Atrium-Veranstaltungssaal und Jugendhaus.
1942-1945 belegt. Lager der Fa. Daimler-Benz für 149 Personen aus Frankreich. Im späteren Verlauf des Krieges wurde hier ein Krankenlager für Zwangsarbeiter/innen eingerichtet.

Raitelsbergschule

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Die Liste im Archiv der Stadt Stuttgart erwähnt ein Lager "Raitelsbachschule". Eine solche Schule gab es in Stuttgart nicht. Es spricht alles dafür, dass es sich um die Raitelsbergschule, Röntgenstr. 5, handelte. Die Tatsache, dass hier in einem Schulhaus Menschen aus der Sowjetunion untergebracht waren, ist ein starkes Indiz dafür, dass dies ein weiteres Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart war. Eine zweifelsfreie Bestätigung fehlt allerdings bislang.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Ref. Weygand & Klein

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Lager der Fa. Ref. Weygand & Klein, Siemensstr. 150.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv und Liste der IG Metall

Reichsbahnlager

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Lager der Reichsbahn, Augsburger Straße 193.

Quellen/ Literatur

Archiv der Stadt Stuttgart, Sterbeurkunden.

Reitzensteinstr. 8

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Unterkunft der Karosseriefabrik Baur. Das Dokument WABW B172-44 bis 47 nennt als Adresse Reitzenstr. 8, eine solche Straße gibt es aber nicht. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es sich um die Reitzensteinstr. 8 handelte.

Reuchlinstr. 4

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Karosseriefabrik Reutter. Zwischen 25 und 45 Zwangsarbeiter/innen waren in der Etage unter dem Dach untergebracht.

Verknüpfte Orte

Reutter

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Jung, Uta & Helmut: "Stuttgarter Karosseriewerk Reutter", 2006

Reutter

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), unbekannt

Baracke der Firmen Reutter und Porsche, Ecke Schwieberdinger Str. 130 / Neckarsulmer Straße. Reutter hatte hier 45 Personen untergebracht, Porsche mindestens zwei dutzend sowjetische Offiziere.

Quellen/ Literatur

Jung, Uta & Helmut: "Stuttgarter Karosseriewerk Reutter", 2006, kontext Wochenzeitung "Gefangen in Porsches Normbaracke", publiziert 18.04.2018

Römerschule

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Hauptstätter Str. 139. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 170 Männer aus Frankreich, vorwiegend Kriegsgefangene.

Rosenbergstr. 40

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Frauen)

Diakonissenanstalt, Rosenbergstr. 40, eine Frau aus Frankreich.

Quellen/ Literatur

Inga Bing von Häfen: ""Doch grämte ich mich sehr um meine Heimat", Zwangsarbeit in der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie in Württemberg (Abschlussbericht), hg. von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Diakonischen Werk in Württemberg, Stuttgart 2004

Rosenschule

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Markgröninger Str. 38. Die Rosenschule wurde zur Unterbringung von Kriegsgefangenen herangezogen. Demnach könnte sie ein Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart gewesen sein. Dafür und für die Herkunft der Kriegsgefangenen liegen bisher aber keine Belege vor.

Quellen/ Literatur

Gühring: "Zuffenhausen - Dorf, Stadt, Stadtbezirk"

Rosensteinpark, Ehmannstraße 20

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), Italien (Männer), Niederlande (Männer)

Barackenlager der Fa. Daimler-Benz im Rosensteinpark für 300 Personen aus Polen und den Niederlanden, sowie ab Ende 1943 für 110 "Italienische Militärinternierte (IMI)".

Rosensteintunnel

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Am 29. November 1944 kam die in Sachsenhausen aufgestellte 8. SS-Eisenbahnbaubrigade nach Stuttgart. Sie hatte vor allem zerstörte und beschädigte Bahn-Infrastruktur zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Bahnhof Untertürkheim und am Abzweig der Schusterbahn nach Kornwestheim wieder herzustellen. Sie sollte außerdem ein Nebengleis vom Bahnhof Cannstatt über den Rosensteinpark nach Feuerbach errichten. Die 504 Häftlinge lebten in den Waggons des Bauzuges. Dieser wurde zum Schutz vor Luftangriffen im Rosensteintunnel zwischen Bahnausbesserungswerk und Schloss Rosenstein untergestellt. Die 8. SS-Eisenbahnbaubrigade war bis ca. 19. Dezember 1944 in Stuttgart. Am 20. Dezember traf sie in Offenburg ein.

Quellen/ Literatur

Fings, Karola: "Krieg, Gesellschaft und KZ: Himmlers KZ-Baubrigaden", 2005

Rotebühlstr. 117a

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Ruppmann

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Lager der Fa. Wilhelm Ruppmann Industrieofenbau / Schamottewerk / Maschinenfabrik, vermutlich in der Ruppmannstraße für 11 Personen aus der Sowjetunion.

Quellen/ Literatur

Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

SA Sportplatz

Gaststätte Feuerbacher Talstraße 141. Lager der Stadt Stuttgart. Die "Deutsche Arbeitsfront (DAF)" empfahl der Stadt Stuttgart 1943 die Gaststätte auch als einen Ort für die Einrichtung eines Lagerbordells für "verdiente Fremdarbeiter". Ob die Stadt Stuttgart dem Ersuchen nachkam ist bislang unklar.

Quellen/ Literatur

Gühring: "Zuffenhausen - Dorf, Stadt, Stadtbezirk"

Sachsenstraße 4

Nationalität/ Herkunft: Spanien (Männer)

In der Gaststätte Sachsenstraße 4 waren Männer aus Spanien untergebracht.

Quellen/ Literatur

Sterbeurkunden Zuffenhausen

Sängerhalle

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Lindenschulstr. 29, Lager der Fa. Daimler-Benz für 242 Personen aus Frankreich, Belgien und der Sowjetunion.

Sattlerei Glemsgaustraße

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

In der Sattlerei in der Korntaler Straße (heute Glemsgaustr. 82 oder 84) war ein französischer Kriegsgefangener untergebracht und eingesetzt.

Quellen/ Literatur

Weilimdorfer Heimatkreis, Weilimdorfer Heimatblatt Nr. 50, 2025

Schillerschule

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), unbekannt

Wiesbadener Str. 40. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 380 - 400 Personen, darunter 227 sowjetische Offiziere.

Schlachthofstr. 4

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Jugoslawien (Kroatien, Männer)

Lager der Fa. Daimler-Benz für Frauen aus der Sowjetunion. Laut Archiv Arlosen Gaststätte Schlachthof, Gaisburg, 151 Schlafplätze. Laut Blessing: "Der Stuttgarter Osten im zweiten Weltkrieg" waren zu Beginn des Krieges Kroatien im Saal der Schlachthofgaststätte untergebracht.

Schlotwiese

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer), unbekannt, Niederlande (Männer), Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Lange Zeit größtes Zwangsarbeiterlager auf Stuttgarter Gemarkung. Mitte 1942 von der Stadt für 2.000 Personen errichtet, aber von der Firma Hirth Motorenwerke (Heinkel-Konzern) betrieben. Es wurde ab 1943 erweitert und beherbergte einschließlich der neben dem Lager befindlichen Baracke Eisbahn ca. 3.000 Personen, eventuell sogar 3.300.
Laut den Unterlagen im Staatsarchiv Ludwigsburg waren im Lager Schlotwiese Personen aus mindestens 15 Ländern untergebracht. Für das Lager finden sich in Quellen und Zeitzeugenberichten weitere Namen: Im Birkenwald, Schützenwiese, Parklager.

Im Frühsommer 1945 wurden hier ehem. Zwangsarbeiter:innen aus der Sowjetunion für die "Repatriierung" zusammen gezogen. Laut IG Metall waren hier kurzfristig 3.653 Personen untergebracht, 1.700 Männer, 1.402 Frauen und 551 Kinder.

Nach der Räumung des Lagers durch das sowjetische Repatriierungsbüro wurden Flüchtlinge und Vertriebene insbesondere aus den ehemals deutschen Siedlungsgebieten in Jugoslawien (Batschka) untergebracht. Aus ihrer Mitte heraus wurde eine der Baugenossenschaften gegründet, die den Bau des neuen Stadtteils Stuttgart-Rot bewerkstelligten. Viele Menschen aus dem Lager Schlotwiese lebten später in Rot. Der Gründungsmythos dieses Stadtteils führte mit dazu, dass die Entstehungs- und Kriegsgeschichte des Lagers Schlotwiese lange Zeit durch die Geschichte der Nachkriegsnutzung überlagert wurde.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, StA Ludwigsburg

Schönblick

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Hotel Schönblick am Weissenhof, heutige Adresse Rathenaustraße 2. Lager der Reichsbahn für Zwangsarbeiter, die im Reichsbahnausbesserungswerk am Rosensteinpark eingesetzt waren.

Schützenhaus / Lehmgrube

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), Sowjetunion (Frauen), Polen (Frauen), Sowjetunion (Männer), Belgien (Männer)

Offiziell: Lager Lehmgrube. Lager der Fa. Bosch an der heutigen heute Pforzheimer Straße zwischen der Gaststätte Schützenhaus und der Landauer Straße. Historische Lager-Adresse: Hindenburgstr. 229. Das Lager bestand aus 25 Baracken für 1.000 Personen. Es wurde im Frühjahr 1942 errichtet und ab Juni 1942 belegt.

Quellen/ Literatur

Listen im Stadtarchiv, IG Metall, Archiv Arolsen, Streb, Jochen: "TRUMPF - Geschichte eines Familienunternehmens", 2018, Weilimdorfer Heimatblatt Nr. 50, 2025

Schuhfabrik Seutter

Nationalität/ Herkunft: Jugoslawien (Kroatien, Frauen), Frankreich (Frauen)

Korntaler Straße 82 (heute Flachter Straße). Lager der Schuhfabrik Seutter, ab 1942 für 20-30 Kroatinnen und Französinnen, die entweder im Fabrikgebäude oder einer Baracke untergebracht waren.

Quellen/ Literatur

Meldebuch Weilimdorf 1942

Schwab-Moltke-Schule

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Moltkestr. 17. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart als Ersatz für die im Oktober 1943 durch einen Luftangriff zerstörte Stadthalle. Belegt von Oktober 1943 bis Anfang 1945 mit 732 Kriegsgefangenen aus den Niederlanden.

Schwenkrain

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), unbekannt

Schwenkrain (gelegentlich auch "Schwenkrein"), heute Löwentorstraße mit Probebühnen WST und Theaterhaus. Lager der Fa. Wizemann für 205 Personen, darunter 145 Männer aus der Sowjetunion.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv StAS 140/1-1, zus. Infos von IG Metall

Seedamm

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Roßfelder Straße 12 / Stimpfacher Str. 4, Lager der Süddeutschen Kühlerfabriken (SKF) Behr für 400 Personen aus der Sowjetunion. Die Liste im Stadtarchiv nennt als Firmen "z.B. Behr", aber keine weiteren Namen. Laut Gühring waren z.B. auch bei Haushahn Zwangsarbeiter eingesetzt, wie auch bei der Fa. Kiefer, so dass die Zwangsarbeiter/innen wahrscheinlich auf all diese Firmen verteilt waren. Das Lager hatte keine eigenen Luftschutzräume für die Zwangsarbeiter/innen, so dass diese bei Fliegeralarm sich in die Dole des Feuerbachs drängten, die allerdings keine Lüftung und auch keine Schutztüren hatte. Die Zwangsarbeiter/innen dieses Lagers wurden auch zum Bau des Stollens "Panzerfaust" in der Krailenshalde eingesetzt.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Seidenstraße 40

Nationalität/ Herkunft: Palästina (Männer)

An dieser Adresse war im Oktober und November ein Palästinenser untergebracht, der bei der Karosseriefabrik Baur eingesetzt war.

Siegle & Epple

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Niederlande (Männer), Belgien (Männer), Jugoslawien (Kroatien, Männer), Frankreich (Männer), Griechenland (Männer)

Münchinger Str. 7, heute Lotterbergstraße. Lager der Fa. Siegle & Epple, 1942-1945. Das Unternehmen beschäftigte 30 Zwangsarbeiter aus 6 Ländern.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv 140/1 Nr. 2

Spitalwald

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

ehem. Spitalwaldstraße, Grenze zu Korntal, zwischen den Bahndämmen.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Sportplatz beim Freibad

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Sportplatz beim Freibad, heute Hechinger Str. 113. Lager des Ortsamts Möhringen.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Stadthalle

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt), Niederlande (Männer)

Neckarstr. 230. Barackenlager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart neben der am 19.10. 1944 zerstörten Stadthalle für 350 Personen aus den Niederlanden und der Sowjetunion.

Stadthalle

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Neckarstr. 230. Lager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart für 440 niederländische Kriegsgefangene zur Beseitigung von Bombenschäden. Die Stadthalle wurde am 19.10.1944 durch Bombenangriff komplett zerstört, die Kriegsgefangenen danach in Baracken und diversen Schulen untergebracht.

Steinhaldenfeld

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Frauen), Sowjetunion (Männer)

Steinhaldenfeld, beim Judenfriedhof, Ziegelbrennerstraße 23. Lager des Gartenamts der Stadt Stuttgart für 85 Personen aus der Sowjetunion.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

Stettener Str. 15

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Metzgerei und Gastwirtschaft Currle in Rotenberg.

Quellen/ Literatur

Sterbeurkunde Untertürkheim

"Storzbach Elsmannstrasse 56"

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer)

Lager der Reichsbahn für im Reichsbahnausbesserungswerk eingesetzte Zwangsarbeiter aus Belgien.

Quellen/ Literatur

Archiv Arolsen

Strohgäustraße 41

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Frankreich (Männer)

Die Eisengießerei A. Bodenmüller & Co. in der Strohgäustraße 41 beschäftige Zwangsarbeiter aus Frankreich und der Sowjetunion, die dort etwa als Schlosser und Eisengießer beschäftigt waren. Es gibt Sterbeurkunden zu einem Franzosen und zwei Männern aus der Sowjetunion, die an Vergiftung mit Alkohol bzw. Methyl-Alkohol (in einer Sterbeurkunde) starben. Ähnliche Todesfälle gab es z.B. auch im Lager Flaschenhals. Methyl-Alkohol war als Reinigungsalkohol in der Industrie allgegenwärtig und billig. Er wurde - obwohl für Menschen giftig - oft genutzt, um Schnaps zu panschen. Dieser wurde u.a. auf dem Schwarzmarkt an Zwangsarbeiter verkauft, für die keine legale Möglichkeit zum Erwerb von Schnaps bestand.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv Stuttgart, Sterbeurkunden, Archiv Arolsen 

Stuttgarter Hofbräu

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer), Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, Männer), Sowjetunion (Ukraine, Männer)

Lager der Fa. Daimler-Benz auf dem Gelände der Stuttgarter Hofbräu AG, Böblinger Str. 128-134, spätestens ab 1944.

Talstraße 69, Ostheim "Gaisburg"

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Kriegsgefangenenlager der Stadt Stuttgart in der Talstraße 69, belegt mit 440 Niederländern. Das Lager wird in der Liste des Stadtarchivs als "Gaisburg" geführt. Die ungeraden Hausnummern der Talstraße gehören aber zu Ostheim.

Technische Hochschule Stuttgart, FKFS

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (Männer)

Lager der Forschungseinrichtung der Technischen Hochschule Stuttgart, Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) am Werk der Daimler-Benz AG, Martin-Schrenk-Weg 9 für 104 Personen.

Technische Hochschule Stuttgart, Materialprüfungsanstalt

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Martin-Schrenk-Weg. Forschungseinrichtung der Technischen Hochschule (Materialprüfungsanstalt) am Werk der Daimler-Benz AG. Unterbringungs- und Einsatzort für 34 Zwangsarbeiter/innen.

Quellen/ Literatur

Verfolgung und Entrechtung an der Technischen Hochschule Stuttgart während der NS-Zeit

Traubenstraße 2 (Stammheim)

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer), Belgien (Frauen), Frankreich (Männer), Frankreich (Frauen), Ungarn (Frauen)

Heutige Adresse: Kolumbusstraße 2
Hier wurden beim Luftangriff am 28.01.1945 7 Personen getötet.
- ein belgisches Ehepaar
- 2 ungarische Frauen ("Batschka"), wohl Mutter und Tochter
- 2 Franzosen + 1 Französin

Trumpf

Nationalität/ Herkunft: Italien (Männer), Italien (Frauen), Frankreich (Männer)

Lager auf dem Firmengelände der Fa. Trumpf & Co. für ca. 35 Personen aus Frankreich und Italien.

Quellen/ Literatur

https://www.trumpf.com/de_DE/unternehmen/geschichte/epoche-1934-1949/, Streb, Jochen: "Trumpf - Geschichte eines Familienunternehmens", 2018

Tübinger Str. 11

Nationalität/ Herkunft: Frankreich (Männer)

Unterkunft der Ver. Eisenhandlungen Zahn&Cie. und Friedrich Nopper. Das Unternehmen hatte auch in der Zellerstraße Lagerarbeiter untergebracht. Ob in der Lehenschule oder einem anderen Gebäude ist unklar.

Quellen/ Literatur

WABW B53 625

Tübinger Str. 19 (Degerloch)

Heute Epplestr. 19

Turn- und Festhalle

Nationalität/ Herkunft: Belgien (Männer), Frankreich (Männer)

Kärntner Str. 48. Lager für ca. 375 Kriegsgefangene aus Frankreich und Belgien, die in Feuerbacher Betrieben eingesetzt waren.

Quellen/ Literatur

IG Metall

Ulmer Straße 147

Nationalität/ Herkunft: Jugoslawien (Männer), Niederlande (Männer), Jugoslawien (Kroatien, Männer), Frankreich (Männer)

Lager der Karosseriefabrik Baur in der Ulmer Str. 147.

Ulmer Straße 335

Nationalität/ Herkunft: Jugoslawien (Männer)

Unterländerstr. 73

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Süddeutschen Kühlerfabrik (SKF) Behr und anderer Firmen.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Vogelsang

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Herderstr., sehr wahrscheinlich auf dem Spielplatz. Lager u.a. der Bauhilfe der "Deutschen Arbeitsfront (DAF)" Feuerbach und der Fa. Mauz & Pfeiffer.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Waiblinger Str. 52

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt)

Waiblinger Str. 52, am Friedhof der Lutherkirche. Lager des Gartenamts der Stadt Stuttgart für 9 Personen aus der Sowjetunion.

Quellen/ Literatur

Marquart, Karl-Horst: "Im Lager geboren und gestorben"

Wallgraben

Nationalität/ Herkunft: Sowjetunion (unbekannt), unbekannt

Gemeinschaftslager des Tiefbauamts der Stadt Stuttgart unbd der Firmen Altstadt, G.H. Bauer, Haaga, Herberts & Co., Kautt & Bux, Lang, Löffler, Niethammer, Ruppmann, Schmidt, Stumpp & Kurz für 374 Personen. Laut IG Metall waren in den Lagern Wallgraben (Hessbrühl) und Kaltentaler Str. zus. 370 "Russinnen" und "Russen", sowie 500 Kriegsgefangene. In der Schockenriedstraße 1-11 sind Stolpersteine für Tote aus dem Lager verlegt.

Weilimdorf

"Haus in Rathausnähe, geeignet für ca. 25 Mann". Hölzerne Fahrzeughalle in der Glemsgaustraße, vermutlich 25. Eine Liste im Stadtarchiv führt 27 Männer auf. Sie wurden in der örtlichen Landwirtschaft eingesetzt.

Verknüpfte Orte

Lager Höfer

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv und Edeltraud John, Heimatkreis Weilimdorf

Wilhelma

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Fa. Mahle im Rosensteinpark, gegenüber des Werks in der Biegung der Pragstraße, etwa an der Stelle, an der heute der Eingang zur Wilhelma ist.

Quellen/ Literatur

Liste Stadtarchiv, durch Luftbilder der USAAF (NARA) identifiziert.

Winterhalde

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Lager der Reichsbahn an der Alten Untertürkheimer Straße. Weitere mögliche Adresse Kienbachstr., damit Grünanlage bei der Stadtbahnhaltestelle Kienbachstraße / Deckerstraße.

Wolframstr. 65

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Obdachlosenunterkunft Wolframheim, Städt. Fürsorgeanstalt, Wolframstr. 65.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv

Wulle

Nationalität/ Herkunft: Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien, Männer)

Neckarstr. 56-58. Lager der Fa. Daimler-Benz für 195 Männer aus Tschechien. Laut Archiv Arolsen gab es dort nur 105 Schlafplätze.
Zur Unterbringung in Großgaststätten gibt es einen Bericht einer Angehörigen des "Reichsarbeitsdienst (RAD) für die weibliche Jugend" aus den ersten Kriegsmonaten. Die "Arbeitsmaiden", die im Sommer und Herbst in der Landwirtschaft eingesetzt waren, und dort in neu geschaffenen Barackenlagern oder ungenutzten Gebäuden wohnten, kamen im Winter in die Städte, teils als medizinisches Hilfspersonal, zur Arbeit in Großküchen usw. Auch die Gaststätte Brauerei Leicht in Vaihingen a.d.F. wurden zum RAD-Heim. "Ihr entgeistertes Gesicht kann man sich gut vorstellen, als sie in einen großen Saal mit 60 Holzbettstellen geführt wurde, davor die Spinde standen und auf diesen die Waschschüsseln." Die Unterbringung der "Fremdarbeiter" in der Neckarstr. 56-58 war vergleichbar.

Zeppelinstr. 10

Nationalität/ Herkunft: unbekannt

Unterbringungsort für Zwangsarbeiter/innen der Fortuna-Werke.

Verknüpfte Orte

Pragstrasse

Quellen/ Literatur

StAS 140/1-1

Zuckerfabrik

Nationalität/ Herkunft: Polen (Männer), unbekannt

Lager der Zuckerfabrik in Münster auf dem Betriebsgelände. Die Süddeutsche Zucker-AG stellte dort 2 Baracken auf, in denen Ende Oktober 1940 239 frz. Kriegsgefangene und 46 "ausländische Zivilarbeiter" untergebracht waren.

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Grieger, Manfred, "Die Süddeutsche Zucker-AG im Nationalsozialismus", 2025.

Zuffenhausener Straße 58

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Frauen)

In der Zuffenhausener Straße 58 (heute Grefstraße 58) war die Niederländerin Elisabeth van Nelle gemeldet, die bei den Hirth-Motorenwerken in Zuffenhausen eingesetzt war und beim Luftangriff auf das Werk und das Lager Schlotwiese am 21.07.1944 im Bereich der Splittergräben des Lagers ums Leben kam.

Quellen/ Literatur

www.nationaalarchief.nl

Zuffenhauser Straße 72

Nationalität/ Herkunft: Niederlande (Männer)

Zuffenhauser Straße 72, heute Grefstraße. Baracke der Firma Hirth Motoren (Heinkel-Werke), in der offenbar nur Niederländer untergebracht waren, die in Konstruktion und Verwaltung eingesetzt waren.

Verknüpfte Orte

Schlotwiese

Quellen/ Literatur

Stadtarchiv, Sterbeurkunden, Private Information der Familie eines der ehemaligen Zwangsarbeiter.