Michael Andreew

25. Februar 1942 – 21. Februar 1944

und Anatol Bondorenko, (18. März 1945 – 29. Mai 1945) Jurik Fedotow (12. September 1935 – 9. April 1944), Kinder in Zwangsarbeiterlagern

  • Michael Andreew wurde noch im Bezirk Witebsk, heute Belarus, damals UdSSR, geboren
  • und wurde wahrscheinlich mit seinen Eltern als Baby nach Stuttgart verschleppt.
  • Dort wurde das kleine Kind mit Mutter und/oder Vater im Lager „Gehrenäcker“ in Zuffenhausen in der Ludwigsburger Straße 244 (auf dem Gebiet der ehemaligen Ziegelei Knecht) untergebracht.
  • Das Lager wurde von der Stadt Stuttgart betrieben. Hier waren rund 400 russische Frauen und Männer untergebracht, teilweise ganze Familien.
  • Die dortigen Zwangsarbeiter:innen wurden von der Stadt zum Stollen-/Bunkerbau und zum Trümmerräumen eingesetzt.
  • Michael Andreew überlebte das Lagerleben nicht lange und starb kurz vor seinem zweiten Geburtstag an „Lungenentzündung“.
  • Anatol Bondorenko wurde im sog. „Russenlager“ in Vaihingen geboren. Er starb wenige Wochen später an „Lungenentzündung“.

  • Jurik Fedotow wurde in der Nähe von Leningrad geboren.
  • Er musste seine Mutter oder seinen Vater zur Zwangsarbeit nach Deutschland begleiten und auch er überlebte das nicht. Er starb am 9. April 1944 mit nur acht Jahren im Zwangsarbeiterlager in Weilimdorf an „Tuberkulose“.

(Quelle: „Liste der Verstorbenen“ und Lagerliste; weitere Schicksale von Kinern dort: Stichwort „Kind“)

Das sind drei Beispiele für Kinder von Zwangsarbeiter:innen, auf deren Schicksal schon Karl-Hort Marquart in seinem Buch verwiesen hat: Im Lager geboren und gestorben. Das Schicksal von sowjetrussischen Zwangsarbeiterkindern in Stuttgart (1943-1945), Stuttgart 2024.