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Freitag, 10. und Samstag, 11. Februar 2017

Zwangsarbeiter: Verschleppt – ausgebeutet – „sonderbehandelt“ – Vortrag und Busrundfahrt

Mit Zwangsarbeitern aus den besetzten europäischen Ländern wurde im 2.Weltkrieg die Kriegswirtschaft aufrechterhalten. Die Gestapo setzte in Zusammenarbeit mit den Betrieben die Arbeitsdisziplin und die rassenideologisch motivierte Absonderung von der Bevölkerung durch.

Vortrag: Die Rolle der Gestapo bei der Überwachung und Repression der Zwangsarbeiter in Württemberg
Freitag, 10. Februar 2017, 19:00 Uhr
Willi-Bleicher-Haus (Gewerkschaftshaus), Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

mit einem Exkurs zum Umgang mit dem Mahnmal „Tag und Nacht“ bei der Daimler AG mit Sigrid Brüggemann und Roland Maier, Herausgeber des Buchs „Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern“ und  Bettina Stadtmüller, IG Metall Betriebsrätin, recherchiert zur Zwangsarbeit bei Daimler-Benz 


Busrundfahrt:
Samstag, 11. Februar 2017, 15:00 Uhr (2-3 Stunden)
Besuch exemplarischer Standorte von Zwangsarbeit bei Daimler-Benz in Stuttgart

mit Bettina Stadtmüller, IG Metall Betriebsrätin bei Daimler-Benz

Mahnmal für Zwangsarbeiter soll direkt vors Daimler-Museum

Die Teilnehmer*innen der Rundfahrt am 11.2.2017 zu Orten der Zwangsarbeit bei Daimler forderten in einen spontanen kleinen Aktion vor dem Daimler-Museum in Untertürkheim:
Das Mahnmal „Tag und Nacht“, das an das Leiden der für die Firma Daimler-Benz schuftenden Zwangsarbeiter*innen erinnert, soll direkt vor dem Daimler-Museum aufgestellt werden.
Zur Information: Das Mahnmal stand ursprünglich vor dem alten Museum auf dem Werksgelände. Als dieses abgerissen wurde und das neue Museum gebaut wurde, wurde das Mahnmal – öffentlich nicht zugänglich – in einem abgelegenen Teil des Werkgeländes „abgestellt.“  Vertrauensleute der IG-Metall bei Daimler fordern, dass das Mahnmal wieder öffentlich zugänglich aufgestellt werden soll. Darauf will sich die Werksleitung jetzt wohl einlassen, hat aber als neuen Standort eine Stelle in ca. 200 Meter Entfernung vom Eingang des Museums vorgesehen. Das ist nicht akzeptabel, forderten die Teilnehmer*innen der Busfahrt und stellten sich mit einem Transparent vor den Eingang des Museums.
Den Bericht der Stuttgarter Zeitung mit einem Bild der kleinen Aktion finden Sie hier: StZ-2017-02-13_GegendasVergesssen
Eine ausführliche Reportage von Oliver Stenzel zur Auseinandersetzung um das Denkmal erschien am 1. März in der Kontextwochenzeitung.