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Samstag, 11. Oktober 2025

Exkursion „Zwangsarbeit in der Salamander- und Eisenbahnstadt Kornwestheim“

Rund 3000 Menschen aus 30 Nationen mussten zwischen 1940 und 1945 in Zwangs-Arbeitsverhältnissenin und um Kornwestheim für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten: bei der Salamander AG, der Stotz AG, der deutschen Reichsbahn und über 40 weitern gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben.
Die Firma Salamander ließ zusammen mit anderen deutschen Unternehmen auf einer Schuhprüfstrecke im Konzentrationslager Sachsenhausen Werkstoffe für die Schuhproduktion an KZ-Gefangenen testen.

Die Zeitzeugin Vera Friedländer (geb. 1928) musste als 16-jährige in einer Schuhreparaturwerkstatt der Firma Salamander in der Köpenicker Straße in Kreuzberg Zwangsarbeit leisten. Sie schrieb ihre Erfahrungen auf „Ich war Zwangsarbeiterin bei Salamander“ und sprach, hochbetagt im März 2019 bei iherm Besuch im Hotel Silber von ihren Erfahrungen.

Unsere Stadterkundung beginnt direkt beim Gebäude von Salamander Kornwestheim in unmittelbarer Nähe des Bahnhof Kornwestheim. Anschließend begeben wir uns nach einem Fussweg von ca. 10 Minuten in die Jahnstraße. Hier hatte die DR (Deutsche Reichsbahn) ihren Sitz.

Auf dem Weg dahin werden wir an drei Stolpersteinen halt machen und über das Schicksal dieser Kornwestheimer:innen berichten. Auf unserem Rückweg zum Bahnhof liegt das Kornwestheimer Rathaus, wo seit November letzten Jahres eine Gedenktafel für die Opfer der Zwangsarbeit steht.